Experten verraten: Wie sieht der digitale Werbemarkt in Deutschland in zwei Jahren aus?

Wir alle wüssten es gerne, doch niemand kann es mit hunder prozentiger Wahrscheinlichkeit sagen: Wie wird sich der digitale Werbemarkt in Zukunft verändern? Wir haben trotzdem einen Blick in die Glaskugel gewagt und fünf ausgewiesene Marketing-Spezialisten nach ihren Zukunftsprognosen für Native Advertising und Content Marketing gefragt.

Jens Nagel Palomino, ehem. CEO Performics-Newcast GmbH, fordert, dass Native Advertising in Zukunft vor allem eines sein muss: einheitlich. Um für Werbekunden vermarkterübergreifend optimieren zu können, plädiert er von Agenturseite aus auf einheitliche Standards innerhalb der Branche. Auch die automatisierte programmatische Ausspielung von Native Ads wird, laut Nagel-Palomino, in zwei Jahren zum Großteil in Deutschland umgesetzt sein, um durchgehend große Reichweiten bedienen zu können. „Obwohl wir heute schon mit Native Advertising erfolgreich unterwegs sind, wird das Format dann auf ein ganz anderes Niveau kommen und sich die Einnahmen von heute in zwei Jahren mindestens verdoppeln werden“, ist Nagel-Palomino überzeugt.

Auch Matthias Wesselmann, Vorstand fischerAppelt, ist vom anhaltenden Erfolg contentgetriebener Werbeformate überzeugt.  „Es wird sich zeigen, dass ganz viel in Richtung Mobile weitergeht und auch da wird, meiner Meinung nach, das Thema Display keine große Rolle spielen“, so Wesselmann. Er hofft, dass in Zukunft noch mehr Agenturen und Werbetreibende das riesige Potential erkennen, was in Content Marketing steckt.

Tim Rottländer, Director Brand Studio bei iq digital und Arne Henkes, Director Content bei der Ströer Content Group sind davon überzeugt, dass sich Unternehmen in Zukunft innerhalb ihrer Geschäftsfelder breiter aufstellen müssen. Ob Vermarkter, Publisher oder Advertiser: Die Konkurrenz im Online-Marketing wird in Zukunft immer größer. Arne Henkes ist überzeugt: „Das eine große Superding was alle rettet, wird es nicht geben.“ Daher sollten Unternehmen ihre Fähigkeiten breiter aufstellen, um flexibel auf eventuelle Rückschläge reagieren zu können. Tim Rottländer betont, dass sich Unternehmen aktiv weiterentwickeln und neue Kompetenzen aufbauen müssen, wie beispielsweise die Gründung einer internen Content-Unit.


 

Schon heute flexibel für morgen sein

Der digitale Werbemark wird sich durch die fortlaufende Vernetzung in unserer gesamten Umwelt in Zukunft grundlegend verändern.  Um mithalten zu können, müssen sich Unternehmen jetzt schon auf diese Anforderungen vorbereiten. Für den Bereich Native Advertising bedeutet das:

  • Die Branche muss sich auf eine einheitliche Definition eignen.
  • Es muss zentrale Richtlinien geben, die alle befolgen müssen.
  • Mit einer vermarkterübergreifenden Technologie arbeiten.

Den Wettbewerb für sich entscheiden werden in Zukunft Anbieter, die flexibel und bedacht auf mehreren Bereichen im Native Advertising und Content Marketing aufgestellt sind.

Weiterführende Links:
Wie steht es um Native Advertising in Deutschland? Experten im Videointerview: https://www.nativeadvertising.de/wie-steht-es-um-native-advertising-in-deutschland/
Aufwachen nach dem Hype: Content Marketing im Umbruch: https://www.nativeadvertising.de/aufwachen-nach-dem-hype-content-marketing-im-umbruch/
Native vs. Display: Von Werbung die keiner sieht und Menschen, die Maschinen sind: https://www.nativeadvertising.de/native-vs-display-von-werbung-die-keiner-sieht-und-menschen-die-maschinen-sind/

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