Zielgruppe Generation Y: So überzeugen Sie die Millennials

Die sogenannte Generation Y ist zwischen 1980 und 1999 geboren und ist als erster Jahrgang mit dem Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen. Im Gegensatz zu der Generation X zuvor, ist den Millennials ihre Karriere zwar wichtig, doch noch wichtiger ist die Vereinbarkeit von Freizeit und Beruf. Die Millennials hinterfragen gesellschaftliche Zusammenhänge und konsumieren dementsprechend kritisch. Wer diese Zielgruppe erreichen will, sollte also junge Leute in seiner Kampagne abbilden, die Spaß haben, Selfies machen und sich nebenbei auch für Umweltschutz einsetzen – nichts leichter als das:

Sie merken es: Die Ansprache der Generation Y ist wohl doch nicht so einfach. Von allgemeinen Angaben über eine Generation auf eine bestimmte Zielgruppe zu schließen, ist dann doch zu schön um in der Realität zu funktionieren.

Generation Y ist nicht gleich Generation Y

Die Lebenswirklichkeiten eines 37-jährigen und der einer 18-jährigen liegen, in der Regel, weit auseinander. Für eine wirkungsvolle Kundenansprache müssen Sie also mehr tun, als lediglich Stereotype zu bedienen.

Fragen Sie sich:

  • Möchte ich eher Männer oder Frauen ansprechen?
  • Welche konkrete Altersgruppe möchte ich mit meinem Produkt erreichen?
  • In welcher Lebenssituation befindet sich mein Konsument?
  • Welche Themen sind für meine Zielgruppe in ihrer aktuellen Lebenssituation, beruflich oder privat, wichtig?
  • Über welche finanziellen Mittel verfügen die Konsumenten?
  • Welche Werte vertritt meine Zielgruppe und wie wirken sich diese auf den Konsum aus?
  • Wodurch zeichnet sich das Kaufverhalten meiner Zielgruppe aus? Online? Offline? Zu welchen präferierten Zeiten?

Stocken Sie diese Liste gerne weiter auf: Umso detaillierter Sie vorgehen, umso genauer können Sie Ihre Zielgruppe adressieren.
Dabei hilft es auch, wenn Sie Ihre Kunden persönlich auf Messen, Events oder auch online in Foren und sozialen Netzwerken treffen und sie direkt nach ihren Interessen und Wünschen fragen.

Keine falschen Versprechen

Was alle Millennials aber definitiv gemeinsam haben ist, dass sie mit dem Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen sind. Das bedeutet, dass sie bereits seit Beginn ihrer Mediennutzung von so vielen Kanälen, wie keine Generation zuvor, mit Werbung konfrontiert wurden. Demzufolge haben sie eine geringe Toleranz gegenüber störender Werbung und versuchen generell so viel Werbung wie möglich zu blockieren.
Werbetreibende müssen sich also mehr einfallen lassen, als reinen Abverkauf zu betreiben.
Journalist und Blogger, Benjamin Brückner, ist selbst Mitglied der Generation Y und erläutert in seinem Beitrag auf Zielbar.de, dass Werbung für seine Generation vor allem eins sein muss: authentisch!

„Wer authentisches Marketing ernst nimmt (…) konzentriert sich auf die Menschen, unterstützt positive Entwicklungen, anstatt sie für die eigene Image-Politur zweckentfremdet zu benutzen. Wo Nachhaltigkeit suggeriert wird, aber keine vorhanden ist, nimmt die Vertrauenskultur Schaden,“ betont Brückner. Ganz wichtig bei authentischem Marketing ist, laut Brückner, dass die Produkte oder Dienstleistungen ebenfalls authentisch sind. Versuchen Sie also nicht, Ihre Produkte mit vermeintlich verkaufssteigernden Attributen zu beschönigen. Ihre Zielgruppe wird jeden Schwindel und jedes Schönreden früher oder später nicht nur entlarven, sondern auch auf ihren Kommunikationskanälen dementsprechend hart kritisieren. In Zeiten von mobiler Kommunikation wird das nicht gut für Sie und Ihr Produkt ausgehen.

Niemand, egal welche Generation, lässt sich gerne täuschen. Wichtig ist, die Themen herauszufinden, die für Ihre konkret definierte Zielgruppe von Bedeutung sind und diese authentisch in den Medien zu platzieren, die die ausgewählte Personengruppe konsumiert.

Unaufdringliche Online-Kommunikation mit Native Advertising

Da die Generation Y sehr internetaffin ist, ist es ratsam, sie auch auf Online-Publikationen anzusprechen. Um Störeffekte zu vermeiden und Ihrer Zielgruppe spannende Inhalte zu liefern, ist Native Advertising eine passende Distributionsform. Native Ads fügen sich authentisch und unaufdringlich in Webseiten ein und können auf mehreren ausgewählten Online-Publikationen gleichzeitig ausgespielt werden, ohne Duplicate Content zu erzeugen. Gerade bei der mobilen Internetnutzung entstehen hier keine  Störeffekte, wie es bei aufdringlicher Bannerwerbung der Fall ist. Native Ads werden zudem nicht vom Adblocker blockiert und können sogar in sozialen Medien geteilt werden.

„Trotz werblicher Kennzeichnung werden die Inhalte von Native Ads von den Konsumenten als glaubwürdig wahrgenommen. Dem stimmen rund 85% der Befragten unserer Branchenumfrage 2017 zu“, erläutert Coskun Tuna, Gründer und Geschäftsführer der Seeding Alliance GmbH.

Die nächsten Generationen warten schon

Bei der Ansprache einzelner Zielgruppen hilft es nicht, sich auf die standardisierten Merkmale einer Generation zu verlassen. Um so viele Streuverluste wie möglich zu vermeiden lohnt es sich, seine Zielgruppe genau zu definieren. Gerade eine junge Zielgruppe in der Altersspanne zwischen ca. 20 bis 35 Jahren ist skeptisch gegenüber Werbung. Hier zahlt es sich aus, auf hochwertige Inhalte statt auf Abverkauf zu setzen.

Mit diesen Kenntnissen über die Generation Y können Sie sich aber nicht zurücklehnen, denn die nachfolgenden Generationen Z und Alpha (die z.T. noch gar nicht geboren ist, aber bereits jetzt schon analysiert wird) stehen bereits in den Startlöchern.

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1 Antwort

  1. Ein spannender Artikel, danke für die Erwähnung. Transparenz, Nachhaltigkeit und Authentizität sind zwar überstrapazierte Begriffe. Doch der Kern der Sache, Verbraucher jeder Generation mit Respekt zu behandeln, bleibt davon unberührt. Zumindest sollte das meiner Ansicht nach die grundlegende Ausrichtung sein.

    Viele Grüße

    Benjamin Brückner

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