Wie Publisher von Native Advertising profitieren

Online wird nicht mehr auf Banner geklickt und offline gehen die Printverkäufe zurück: Verleger von Tageszeitungen und Zeitschriften haben es nicht leicht Einnahmen zu generieren. Kann Native Advertising hier eine Lösung sein? Zwei Publisher berichten.

Was tun gegen sinkende Printverkäufe und Bannerblindheit?

Die Printauflagen deutscher Medien sinken. Auch populäre Tageszeitungen mit einer großen Reichweite, wie z.B. Bild, FAZ oder Süddeutsche Zeitung müssen regelmäßig mit Einbußen rechnen, wie eine IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.) Analyse aus dem April 2017 zeigt.
Bannerblindheit und die steigende Frustration der Nutzer gegenüber Bannerwerbung und Pop-Ups erschwerte auch diese Online – Verdienstmöglichkeit für Publishern.
Durch die skalierbare Ausspielung und das Anpassen an Form, Inhalt und Optik, soll Native Advertising hingegen konstante Einnahmen garantieren.
Vertreter vom Ebner Verlag und der Madsack Mediengruppe berichten, warum sie Native Advertising in ihre Verlagsstrukturen integriert haben und wie sich diese Änderung auf ihre Arbeitsweise auswirkt.

Kim Robertz, Ebner Verlag

Der Ebner Verlag ist ein Special Interest und B2B Publisher, der auf spezifische Zielgruppen ausgerichtet ist.
CEO Gerrit Klein setzt sich hier stets dafür ein, nicht nur strikt einen Weg zu verfolgen ohne nach links oder rechts zu blicken, sondern den Markt zu beobachten und gegebenenfalls Strukturen zu ändern, die nicht mehr zukunftsfähig sind.

Kim Robertz, Leiterin Märkte und Erlöse beim Ebner Verlag berichtet im Gespräch, dass sie mit ihrem Team zuerst ein Verständnis für Native Advertising in den Redaktionen und im Sales Team des Ebner Verlags schaffen musste. Im Anschluss verzichtete der Ebner Verlag auf vorproduzierte Advertorials und entwickelt nun, gemeinsam mit den Kunden intern, Content für Native Ads Kampagnen, die auf die Zielgruppe der einzelnen Medien zugeschnitten sind.
Die Redakteure für Special Interest und B2B Kunden können ihr Fachwissen gezielt einsetzen, um Storytelling für bestimmte Zielgruppen in Native Ads Kampagnen zu erzeugen. Dies würde so niemals mit klassischen Display Kampagnen funktionieren.

Rolf Grummel, Madsack Mediengruppe

Rolf Grummel ist Leiter im B2B Bereich der MADSACK Market Solutions. Die Madsack Verlagsgruppe hat sich auf die Vermarktung regionaler und lokaler Medien spezialisiert. Zur Verlagsgruppe gehören 15 Tageszeitungen und über 30 Anzeigenblätter.

Besonders für den lokalen Bereich findet Rolf Grummel Native Advertising hilfreich, da lokale Angebote gezielt ausgespielt werden können und so eine Brücke zwischen der Tageszeitung und der digitalen Welt geschlagen wird.
Die Umstellung von Display Advertising auf Native Advertising hat laut Grummel den Vorteil, dass es mehr Ruhe auf den Publisher-Seiten gibt und auch die Adblock Problematik mit Native Ads verschwindet.

Native Advertising kann eine deutlich lohnenswerte Einnahmequelle für Publisher im Onlinebereich sein. Wichtig ist auch hier auf hochwertigen Content zu setzen. Die Ebner Verlagsgruppe nutzt das Wissen ihrer Redakteure im Special Interest und B2B Bereich, um die Leser gezielt mit Themen anzusprechen, die sie wirklich interessieren. Madsack setzt dagegen auf Inhalte mit konkretem Lokalbezug, um das Interesse der Leser zu wecken.

 

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