So unterschiedlich sind die Meinungen in Amerika und Deutschland über Native Advertising

Johannes Ceh berät deutsche und amerikanische Kunden zu Fragen der digitalen Welt. Er weiß genau, welche Bedenken und Haltungen beide Nutzergruppen gegenüber Native Advertising und Content Marketing haben.

Zweifel sollten nicht der Endpunkt sein

Laut Cehs Erfahrungen seien amerikanische Unternehmen interessiert daran zu erfahren, wie Native Advertising funktioniert, wohingegen hierzulande noch sehr viel Misstrauen gegenüber dem Werbeformat herrscht.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist ein kurzer Artikel auf dem Onlineportal des Magazins Pressesprecher von Peter Siebenhaar. „Bestellte Wahrheiten“ nennt Siebenhaar Kooperationen zwischen Marken und Verlegern und prangert an, dass durch solche Kooperationen die Gesellschaft die Glaubwürdigkeit in die Kommunikationsbranche verlieren würde.

Johannes Ceh berichtet aus Gesprächen mit skeptischen deutschen Marktakteuren: „Das Gespräch verlagert sich in diesem Zusammenhang oft auf die Komponente Kennzeichnung. Eine durchaus wichtige Komponente – keine Frage. Oftmals aber auch der Endpunkt eines wahrhaften Austausches.“

Was halten amerikanische Digitalprofis also von Native Advertising?

Gary Vaynerchuk und Guy Kawasaski sind amerikanische Unternehmer, Speaker auf unterschiedlichsten Konferenzen weltweit und haben ein Gespür für digitale Trends. Vaynerchuk förderte schon früh die heutigen Big Player Uber, Snapchat, Facebook oder Twitter und Kawasaki war u.a. für die Vermarktung des Macintosh von Apple im Jahr 1984 zuständig. Johannes Ceh hat beide getroffen und sie zu ihrer Meinung über Native Advertising befragt.

Gary Vaynerchuk: „Umso weniger Störeffekte durch Pop-Ups und Banner auf einer Webseite entstehen, umso besser. Dabei muss der Content von Native Advertising aber qualitativ hochwertig sein und die kreative Konzeption von den Bedürfnissen der Zielgruppe ausgehen, sonst kann Native Advertising meiner Meinung nach nicht erfolgreich sein. Native ist eine Spezialdisziplin. Es gibt Spezialisten, die diese richtig gut können. Mir gefällt es. Ich glaube daran!“

Auch Guy Kawasaski betont den Fokus auf die Zielgruppe: „Was kann es Schöneres für einen Leser geben, als wenn ihm das Magazin, welches er gerade liest, echte Mehrwerte liefert? Wenn ich zum Beispiel gerade auf dem Flug in ein neues Land die New York Times lese und mir die New York Times zusammen mit Mercedes-Benz die schönsten Autostrecken in diesem Land vorschlägt, ist das perfekt. Kunden wissen diese Art der Kommunikation sehr zu schätzen.“

Kawasaski ist der Meinung, dass sich Native Ads eher für Branding als für den schnellen Abverkauf eignen: „Wenn es möglich ist mit einem Artikel in der New York Times mehr Menschen Lust auf das Fahren von Autos an diesen Locations zu machen, wird dies zwangsläufig auch dazu führen, dass sich mehr Menschen die Autos kaufen. Wenn der ursprüngliche Auftrag jedoch ist: Wir müssen eine bestimmte Anzahl an Autos verkaufen und dafür haben wir Budget XYZ, ist dies ein heftiger Paradigmenwechsel.“

Wichtig ist der Dialog

Egal wie Experten hier und über dem großen Teich über Native Advertising denken: Wichtig ist der internationaler Austausch: Interdisziplinär und interkulturell.

Weitere Statements der Experten und ein Video-Interview mit Gary Vaynerchuk gibt es im ursprünglichen Beitrag von Johannes Ceh: https://www.basicthinking.de/blog/2017/10/10/native-advertising-gary-guy/

Mehr Tipps von Johannes Ceh zur Zielgruppenansprache mit Native Advertising und Content Marketing: http://www.nativeadvertising.de/native-advertising-und-content-marketing-wie-ueberzeuge-ich-meine-zielgruppe/

5 Tipps für erfolgreiches Content Marketing: http://www.nativeadvertising.de/5-tipps-fuer-ein-erfolgreiches-content-marketing/

 

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